Die Nachricht, dass die eigene Hündin trächtig ist, kann bei vielen Haltern zunächst für Verunsicherung sorgen. Neben der Fürsorge für das Muttertier rücken nun auch die ungeborenen Welpen in den Fokus, was eine neue und verantwortungsvolle Aufgabe bedeutet. Obwohl der regelmäßige Tierarztbesuch unerlässlich ist, bieten wir hier einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Aspekte der Betreuung einer trächtigen Hündin. Erfahren Sie im Folgenden, welche Faktoren Sie von Ernährung und Bewegung bis hin zur Geburtsvorbereitung berücksichtigen sollten.
1. Ernährung trächtiger Hündinnen

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Besonders ab dem 42. Tag der Trächtigkeit befindet sich die Hündin in einer kritischen Phase, in der die Ernährung oberste Priorität hat. Die sich schnell entwickelnden Welpen stellen erhöhte Anforderungen an den Körper der Mutter. Daher muss das Futter an diese gesteigerten Nährstoffbedürfnisse angepasst werden. Viele Tierärzte und Ernährungsexperten empfehlen in dieser Zeit die Umstellung auf ein hochwertiges Welpenfutter. Dieses ist speziell auf einen erhöhten Gehalt an Proteinen, Kalorien und wichtigen Nährstoffen ausgelegt, um die Gesundheit der Mutter und die gesunde Entwicklung der ungeborenen Welpen optimal zu unterstützen.
Die nährstoffreiche Zusammensetzung von Welpenfutter rechtfertigt dessen Einsatz bei trächtigen Hündinnen. Die darin enthaltenen, meist hohen Proteinmengen sind für die fetale Entwicklung unverzichtbar und helfen der Mutter, ihre Muskelmasse während der Trächtigkeit zu erhalten. Zudem liefert Welpenfutter mehr Kalorien, die den zusätzlichen Energiebedarf für das heranwachsende Wurf decken. Oft enthält es auch einen höheren Anteil an essentiellen Fettsäuren, insbesondere DHA (Docosahexaensäure), welche die Gehirn- und Sehentwicklung der Welpen fördert.
Diese Futterumstellung sollte über mehrere Tage hinweg schrittweise erfolgen, um Verdauungsstörungen zu vermeiden. Mischen Sie dazu zunächst kleine Mengen des Welpenfutters unter das gewohnte Erwachsenenfutter und steigern Sie den Anteil allmählich. Einige Tierärzte raten zudem, die tägliche Futterration auf drei oder vier kleinere Mahlzeiten aufzuteilen, anstatt der üblichen zwei. Diese Strategie gewährleistet eine kontinuierliche Nährstoffversorgung für die heranwachsenden Welpen, hilft, den Blutzuckerspiegel über den Tag stabil zu halten, und verhindert, dass sich die Hündin durch den beengten Platz im Bauchraum zu voll fühlt.
Mit fortschreitender Trächtigkeit muss die Futtermenge insgesamt oft erhöht werden, um den steigenden Energiebedarf zu decken. Dennoch ist es wichtig, das Gewicht und den Körperzustand der Hündin im Auge zu behalten. Zwar ist eine Gewichtszunahme während der Trächtigkeit normal und notwendig, doch Übergewicht kann zu Problemen bei der Geburt führen und die Mutter anfälliger für Gesundheitsprobleme machen. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen während der gesamten Trächtigkeit helfen sicherzustellen, dass Ihre Hündin ausreichend Nährstoffe erhält und gesund an Gewicht zunimmt.
Ebenso sorgfältig muss auf die Wasseraufnahme geachtet werden. Stellen Sie stets frisches, sauberes Wasser zur Verfügung, da eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr für die Gesundheit der Mutter und die Entwicklung der Welpen entscheidend ist. Einige Hunde profitieren zudem von nährstoffreichen Brühen oder speziell hergestellten Elektrolytlösungen für Hunde, um die Hydration zu fördern und zusätzliche Nährstoffe zuzuführen.
Denken Sie daran, dass der individuelle Nährstoffbedarf jeder Hündin von Rasse, Größe, Alter und allgemeinem Gesundheitszustand abhängt. Es ist daher stets ratsam, gemeinsam mit Ihrem Tierarzt einen maßgeschneiderten Ernährungsplan für Ihre trächtige Hündin zu erstellen, um das bestmögliche Ergebnis für Mutter und Welpen zu gewährleisten.